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Neue Obergrenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Mit dem Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechtsüberlassungen hat der Gesetzgeber die bisherige Schwelle für die Sofortabschreibung bei sog. geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) von bislang 410 € auf 800 € netto angehoben (§ 6 Abs. 2 S. 1 EStG). Dies gilt erstmals für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden.
Grundsätzlich müssen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens über mehrere Jahre entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern hingegen können im Jahr ihrer Anschaffung die Aufwendungen im Wege der sog. Sofortabschreibung vollständig als Betriebsausgaben abgezogen werden. Mit Anhebung des Schwellenwerts von 410 € um fast das Doppelte auf 800 € werden viele Wirtschaftsgüter (z. B. Büro- und Schreibmaterialen) von der Möglichkeit der Sofortabschreibung erfasst.

Hinsichtlich der Aufzeichnungspflicht mussten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bislang ab einem Wert von 150 € in einem laufend zu führenden Anlagenverzeichnis unter Angabe des Tages der Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Wirtschaftsguts oder der Eröffnung des Betriebs und der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgenommen werden. Mit dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz wurde die Wertgrenze für die besonderen Aufzeichnungspflichten von 150 € auf 250 € erhöht (§ 6 Abs. 2 Satz 4 EStG).

Nach § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG kann für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Wirtschaftsguts oder der Eröffnung des Betriebs ein Sammelposten gebildet werden, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut zwischen 250 € und 1.000 € betragen. Dieser Sammelposten ist linear über den Zeitraum von fünf Jahren aufzulösen (sog. Pool-Abschreibung).
Zu beachten ist, dass sofern in einem Jahr ein Sammelposten gebildet wurde, alle selbständig nutzbaren Wirtschaftsgüter über 250 € und bis 1.000 € darin aufzunehmen sind. Es ist nicht möglich, einige Wirtschaftsgüter bis 800 € sofort abzuschreiben und andere in den Pool einzustellen.

Alle genannten Regelungen sind zum 01.01.2018 in Kraft getreten.




Auszeichnung zum Top-Steuerberater
Vertrauen, Integrität und Diskretion – für Steuerberater sind es Kernwerte im Werben um Mandanten. Regelmäßig finden sich die Schlagwörter auf den Homepages der Kanzleien. Doch wie offen sind die Berater, wenn es um die Bewertung ihrer Leistung geht? Hier ist Transparenz gewünscht, das zeigt der Wettbewerb „Top-Steuerberater 2018“ des Handelsblatts. Die Kanzlei Rischke Minne Friederich wurde bereits in 2017 ausgezeichnet und hat zählt auch in 2018 trotz einer stark gewachsenen Anzahl an Teilnehmer zu den Top-Steuerberatern Deutschlands.



Rischke Minne Friederich veröffentlicht im IDW Verlag
Mit dem voraussichtlich im Mai 2018 veröffentlichen Praxishandbuch "Datenschutz in der Praxis" zeigt Rischke Minne Friederich, wie die neue DSGVO ab Mai 2018 die Arbeiten in der Praxis/Kanzlei nachhaltig beeinflusst und wie Sie mit den Anforderungen umgehen, erfahren Sie in diesem Buch:

- Anwendungsbereiche der DSGVO
- Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten
- Schutz von Daten - Umsetzung in der Praxis
- Verarbeitung von Mandantendaten
- Maßnahmen und Praxishilfen

Weitere Informationen finden Sie unter www.idw-verlag.de




2. Bürokratieentlastungsgesetz
Mit dem zweiten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG II) sollen vor allem sehr kleine Betriebe bis drei Mitarbeiter entlastet werden. Die wesentlichen Änderungen dazu sind wie folgt:

1. Anhebung der oberen Grenze zur vierteljährlichen Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldungen
von 4.000 € auf 5.000 € (§ 41a Absatz 2 Satz 2 EStG), Inkrafttreten: 01.01.2017.

2. Anhebung der Pauschalierungsgrenzen für Rechnungen über Kleinbeträge von 150 €
auf 250 € (§ 33 Satz 1 UStDV), Inkrafttreten: 01.01.2017.

3. Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungsfrist von Lieferscheinen: hier wird
die bisherige Aufbewahrungsfrist der empfangenen und abgesandten Handels- oder
Geschäftsbriefe (Lieferscheine) nach § 147 Abs. 3 Satz 1 AO von sechs Jahren
(sofern keine Buchungsbelege vorliegen) fallengelassen. Die Aufbewahrungsfrist
endet jeweils mit Erhalt oder Versand der Rechnung, soweit keine Buchungsbelege
betroffen sind (§ 147 Absatz 3 Satz 3 und 4 AO).

Anwendung: Die Regelung gilt für alle Lieferscheine, deren Aufbewahrungsfrist nach § 147
Abs. 3 AO in der bis zum 31.12.2016 geltenden Fassung noch nicht abgelaufen
ist, Art. 97 § 19a Satz 2 EGAO.

4. Anhebung der Wertgrenze für die Aufzeichnungspflichten bei der
Sofortabschreibung von 150 € auf 250 €, § 6 Absatz 2 Satz 4 EStG.

Anwendung: Erstmals bei Wirtschaftsgütern, die nach dem 31.12.2017 angeschafft,
hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden, § 52 Absatz 12 Satz
3 EStG.

Anhebung der durchschnittlichen Tageslohngrenze in Anlehnung an den erhöhten
Mindestlohn in § 40a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 EStG von 68 € auf 72 €.
Inkrafttreten: 01.01.2017.

6. Fortschreibung der bundeseinheitlich abgestimmten Verwaltungsregelung des
Abschnitts 13c.1 Absatz 27 UStAE zum Ausschluss der Haftung des Abtretungsempfängers
(Factors) nach § 13c UStG (Reaktion auf BFH, Urteil vom 16.12.2015 - XI R
28/13). Inkrafttreten: 01.01.2017.




 

 
 


 


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